Mit Lendary.net gibt es ein Portal, worüber Anleger auf Basis des US-Dollars am Handel mit Kryptowährungen mitverdienen können, ohne dabei selbst in Bitcoin und Co. investieren zu müssen.

Herr Steffen, auf Ihrer Plattform können Anleger am Kryptomarkt mitverdienen, ohne dabei selbst Bitcoin und Co. kaufen zu müssen. Können Sie uns das bitte näher erklären?

Mit Lendary.net bieten wir einen Service an, der das Verleihen von US-Dollar auf Kryptobörsen automatisiert. Unsere Nutzer verleihen dabei mithilfe der Lendary Software Kapital an Kryptotrader, die dieses Kapital kurzfristig zum Aufbau ihrer gehebelten Positionen einsetzen. Dabei sind die täglichen Zinsraten, die Trader dafür zahlen, relativ hoch. Für unsere Nutzer genügt es, US-Dollar zu halten, sodass sie selbst nicht von der Volatilität des Kryptomarktes betroffen sind.

Wenn ich es richtig verstehe, erstellen also Anleger ihren eigenen Account auf einer Kryptobörse, hinterlegen dort Kapital, das dann durch die Lendary Software kontinuierlich an Kryptotrader auf der ganzen Welt verliehen wird. Diese Funktionalität ist für jeden Anleger die gleiche und das Verleihgeschäft notiert in US-Dollar. Ist dem so?

Das ist korrekt. Nachdem der Nutzer sich einen eigenen Account auf einer Kryptobörse angelegt und US-Dollar hinterlegt hat, trägt er in seinem persönlichen Bereich auf unserer Plattform einen elektronischen Schlüssel (‚API Key‘) ein, der es unserer Software ermöglicht, den oben genannten Kapitalvergabeprozess zu automatisieren. Ab dann kann der Nutzer alles über sein personalisiertes Lendary Dashboard verfolgen und muss selbst nichts mehr tun. Dabei ist unsere Software technisch nie in der Lage, Abbuchungen oder sonstige Transaktionen durchzuführen. Vielmehr verbleibt die volle Kontrolle über das eingezahlte Kapital zu jedem Zeitpunkt beim Nutzer, der täglich Zugriff auf die Liquidität in seinem Account behält.

Ist diese Art der Geldanlage nicht sehr spekulativ und welche Sicherheiten haben Anleger?

Der Krypto-Handel selbst ist sehr spekulativ, das stimmt. An dem nehmen unsere Nutzer jedoch nicht teil, da sie nur das Kapital zur Verfügung stellen, mit dem die eigentlichen Kryptotrader handeln. Die daraus entstehenden Zinsansprüche sind deutlich weniger volatil. Um möglichen Ausfallsrisiken vorzubeugen, profitieren Nutzer zudem von börsenseitigen Sicherungsmechanismen, die dafür sorgen, dass jede Position eines Kreditnehmers bereits vor einem möglichen Zahlungsausfall automatisch liquidiert und das Kapital an den Kapitalgeber (inkl. Zinsen) zurückgebucht wird. Dies sind im Grunde dieselben Mechanismen, mit denen etablierte Aktienbroker die Liquidität in ihren sogenannten „Margin Accounts“ sicherstellen.

Der Erfolg der Anleger hängt vermutlich auch stark von der Hauptwährung Bitcoin ab. Wie verhielt es sich bisher bei schweren Rückschlägen, die regelmäßig zu sehen waren?

Dadurch, dass unsere Nutzer selbst keine Kryptowährungen halten, sind sie auch nicht von den Preisbewegungen in Bitcoin und Co. betroffen. Unsere Nutzer interessiert eher die Höhe der Zinsraten, die in Phasen hoher Volatilität erfahrungsgemäß sogar eher steigt, weil Kryptotrader dann deutlich mehr externes Kapital zum Handeln nachfragen und bereit sind, höhere Tagesraten zu zahlen.

Welche Renditen bzw. Verluste konnten Anleger bei Ihnen bisher verzeichnen?

Seit Bestehen der Plattform liegt die gewichtete Durchschnittsrendite vor Gebühren bei 12,65 Prozent im Jahr. Historisch gesehen lagen die Zinsraten bisher immer im Bereich zwischen zehn und 30 Prozent pro Jahr.

Und zum Schluss interessiert uns noch, was der Service kostet. Welche Gebühren kommen auf Anleger zu und wie finanzieren Sie sich?

Anleger zahlen bei uns lediglich eine erfolgsabhängige Gebühr (‚Performance Fee‘) in Höhe von 20 Prozent, die von den tatsächlich erwirtschafteten Erträge abgezogen wird. Wir verlangen keine fixen Gebühren und der Service kann täglich gekündigt werden.