Studenten unter Druck: Studenten unter Druck: Viele Nebenjobs, insbesondere in der Gastronomie und der Veranstaltungsbranche sind aufgrund von Corona bereits weggefallen. So sieht es mit den Finanzen aus.

Der Lockdown im November verschärft die Lage zusätzlich. Die Hälfte aller Studenten muss aktuell mehr Geld zur Seite legen als sonst, so eine Umfrage zur Notwendigkeit des Sparens in der aktuellen Corona-Pandemie. Weltsparen, die Plattform für Geldanlage in Europa, hat gemeinsam mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey die aktuellen Vorlieben der Deutschen zu Geldanlagen in den Corona-Zeiten anhand des Berufsstatus analysiert. Die Untersuchung zeigt, obwohl Studenten aktuell mehr sparen müssen als andere Berufsgruppen, zählen sie zu den risikofreudigsten Geldanlegern in Krisenzeiten.

Jeder zweite Studenten muss in der Corona-Pandemie mehr sparen

In der Umfrage wurden Teilnehmende befragt, ob sie es für notwendig halten, während der Pandemie mehr Geld zu sparen. Über 50 Prozent der Studenten gaben an, aktuell mehr Geld sparen zu müssen. Dagegen spüren Rentner die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie am wenigsten, sodass nur etwa ein Viertel mehr sparen muss.

Präferierte Geldanlagen von Studenten während der Pandemie: risikofreudig

Bei der Befragung zu präferierten Geldanlagen gaben nahezu 60 Prozent der Studenten an, Fonds oder ETFs als Geldanlage aktuell zu bevorzugen, dicht gefolgt von Aktien mit knapp 58 Prozent. Kein einziger Student gab an, eine sichere Geldanlage wie Festgeld, Tagesgeld oder Sparbriefe zu präferieren und nur 1,5 Prozent würden aktuell lieber kein Geld anlegen. Alle anderen Berufsgruppen zeigen sich wesentlich weniger risikofreudig. Im Durchschnitt liegen Fonds und ETFs als präferierte Geldanlage aktuell bei nur 25,7 Prozent. In starkem Kontrast stehen auch knapp 60 Prozent der Arbeitslosen und Nichterwerbspersonen, 43 Prozent der Rentner und Rentnerinnen, 32 Prozent der Selbstständigen und 30 Prozent der Arbeitnehmer, die aktuell lieber überhaupt kein Geld anlegen wollen. Damit zählen die Studenten zu den investment- und risikofreudigsten Geldanlegern während der Corona-Pandemie.

Generell zeichnet sich ab, dass jüngere Altersgruppen in Krisenzeiten wesentlich risikofreudiger im Umgang mit Geld sind. So gaben, bei der Befragung zum Umgang mit Geld während der Pandemie, über 16 Prozent der 19- bis 29-Jährigen an, es sei aktuell eine gute Zeit, um ihr Geld in Aktien anzulegen, bei den 30- bis 39-Jährigen waren es noch 12 Prozent, bei den 40- bis 49-Jährigen nur noch knapp 5 Prozent.

Thomas Brummer war bereits für das Anlegermagazin "Der Aktionär" und das Verbraucherportal biallo.de tätig. Zudem hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 ist er Mitglied der Redaktion und seit 2020 als stellvertretender Chefredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin verantwortlich. Er verfasst zudem regelmäßig Beiträge auf geld-digital.de.