Holvi beendet die Testphase im britischen Markt. Die Kernmärkte am europäischen Festland stehen im Fokus. Hier sind bereits Neuerungen in Arbeit.

Holvi, der digitale Banking-Service für Selbstständige, zieht sich zum 31. Oktober 2020 aus dem Vereinigten Königreich zurück. Veränderte Marktbedingungen, ausgelöst unter anderem durch den Ausbruch von Covid-19, haben zu der Entscheidung geführt. Dieser Schritt betrifft ausschließlich das Vereinigte Königreich und hat keinen Einfluss auf das Engagement von Holvi in anderen Märkten. Das Unternehmen konzentriert sich weiterhin darauf, die eigene Position in den europäischen Kernmärkten zu stärken.

„Großbritannien ist ein herausfordernder Markt – und wir waren bereit, uns dieser Herausforderung zu stellen. Allerdings hat sich die Geschwindigkeit, mit der die Marktbedingungen umgeschrieben werden, verändert“, erklärt Antti-Jussi Suominen, Geschäftsführer von Holvi. “Wir reagieren auf die neuen Gegebenheiten, indem wir unser Kerngeschäft in Europa stärken, in unser Produkt investieren und den britischen Markt verlassen.“

Zuverlässiger Partner für Europas Selbstständige

Unabhängig von der Situation im Vereinigten Königreich wächst der Markt für Finanzprodukte speziell für Selbstständige, neue Produkte sind gefragt. Rund 200.000 Nutzer in ganz Europa verwenden den digitalen Service von Holvi, um ihre Finanzen zu verwalten. Allein in Deutschland stieg die Anzahl der aktiven Nutzer zuletzt auf 90.000. Holvi hat die Einführung weiterer Produktneuheiten bereits geplant – darunter ein Buchhaltungsservice sowie die Integration virtueller Zahlungskarten. Alles mit dem Ziel, das Leben von Selbstständigen zu erleichtern.

„Um die Auswirkungen für unsere Kunden und Partner so gering wie möglich zu halten, treffen wir diese Entscheidung in einer frühen Phase unserer Expansion. Auch wenn das heißt, dass wir das Vereinigte Königreich verlassen müssen, bevor wir richtig losgelegt haben”, so Suominen weiter. „Wir werden uns nun mit voller Kraft auf das weitere Wachstum in unseren Kernmärkten in Europa und den Ausbau unserer führenden Position in Deutschland und Finnland konzentrieren.“

Was Holvi-Kunden im Vereinigten Königreich wissen müssen

Alle Holvi Konten im Vereinigten Königreich laufen zum 31. Oktober 2020 aus. Bis zu diesem Zeitpunkt funktionieren die Konten wie gewohnt. Die britischen Kunden werden gebeten, etwaiges Guthaben bis zu diesem Zeitpunkt auf ein alternatives Bankkonto zu überweisen.

„Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen und wir bedanken uns bei allen Kunden und Partnern im Vereinigten Königreich für das Vertrauen. Uns ist jetzt besonders wichtig, dass der Übergang für alle Betroffenen so reibungslos wie möglich verläuft.“

Über Holvi

Holvi ist der digitale Banking-Service, der alles vereint, was Selbstständige für ihre Finanzen benötigen – in einer einzigen, einfach zu bedienenden Lösung. Das digitale Geschäftskonto kombiniert Rechnungsstellung, Spesenverwaltung und Buchhaltungsfunktionen mit einem Echtzeitüberblick über eingegangene Zahlungen. Partner wie lexoffice sind über Schnittstellen in das Produkt integriert. Gegründet wurde Holvi 2011 in Helsinki, Geschäftsführer ist Antti-Jussi Suominen. Holvi ist von der finnischen Finanzaufsichtsbehörde (FSA) als ein in ganz Europa zugelassenes Zahlungsinstitut zertifiziert. 2016 wurde Holvi von der spanischen Bankengruppe BBVA übernommen, agiert aber weiterhin selbstständig und mit eigener Lizenz. Seit 2019 existiert eine deutsche Zweigniederlassung in Berlin. Holvi bedient 200.000 Kunden in ganz Europa und beschäftigt über 140 Mitarbeiter an den Standorten in Helsinki, Berlin und Madrid.

Thomas Brummer war bereits für das Anlegermagazin "Der Aktionär" und das Verbraucherportal biallo.de tätig. Zudem hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 ist er Mitglied der Redaktion und seit 2020 als stellvertretender Chefredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin verantwortlich. Er verfasst zudem regelmäßig Beiträge auf geld-digital.de.