Die Einführung des erhöhten Limits für kontaktlose Zahlungen im Girocard-System und bei Kreditkarten ist gestartet. Hintergrund ist die Coronapandemie.
Mittlerweile können die ersten Kunden mit einem erhöhten Limit von 50 Euro pro Einkauf ohne Pin-Eingabe mit ihrer Girocard kontaktlos an der Kasse bezahlen. Die Deutsche Kreditwirtschaft hatte diesen Schritt angekündigt, um Händlern und Kunden die kontaktlose Kartenzahlung zu einem höheren Limit als den bisherigen 25 Euro pro Einkauf zu ermöglichen und damit das berührungslose Bezahlen als hygienische Bezahlmethode in der aktuellen Situation zu unterstützen.
Sämtliche kreditwirtschaftlichen Autorisierungssysteme sind inzwischen auf das neue Limit vorbereitet, erste Netzbetreiber und Händler haben zunächst im Rahmen einer Pilotierung mit den Umstellungen begonnen. Seit 15. April 2020 können bereits Kunden bei Händlern an den Standorten Hamburg, Kassel, Frankfurt und München zum erhöhten Limit bezahlen. Flächendeckende Umstellungen werden im Anschluss folgen. Es ist davon auszugehen, dass zahlreiche weitere Händler schon aufgrund des hohen Interesses an dieser Lösung in den nächsten Wochen und Monaten umstellen werden, vermutet der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Wann ist die Pin-Eingabe nötig?

Zur eigenen Sicherheit und aufgrund gesetzlicher Vorgaben müssen Karteninhaber aber weiterhin spätestens nach fünf Transaktionen oder nach einer Gesamtsumme von maximal 150 Euro wieder die Pin eingeben.
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Thomas Brummer war bereits für das Anlegermagazin "Der Aktionär" und das Verbraucherportal biallo.de tätig. Zudem hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 ist er Mitglied der Redaktion und seit 2020 als stellvertretender Chefredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin verantwortlich. Er verfasst zudem regelmäßig Beiträge auf geld-digital.de.