Finanzguru schließt Series-A-Finanzierung über vier Millionen Euro ab. Als einer der ersten regulierten Zahlungsinstitute Deutschlands will Finanzguru mit dem neuen Kapital ab 2020 europaweit skalieren.

Das Frankfurter Fintech-Startup Finanzguru hat seine Series-A-Finanzierungsrunde mit Erfolg abgeschlossen. Investoren sind die Versicherungsgruppe HDI aus Hannover sowie der Wagniskapitalgeber Coparion. Außerdem beteiligen sich bisherige Bestandsinvestoren an der Finanzierungsrunde. Finanzguru wurde deutschlandweit durch die Vox-Gründersendung „Die Höhle der Löwen“ bekannt. Die beiden Unternehmerzwillinge Alexander und Benjamin Michel erhielten damals eine Million Euro von Unternehmer Carsten Maschmeyer, das höchste in der Sendung jemals getätigte Investment eines einzelnen Jurors. „Ökosysteme sind für uns die digitale Zukunft und Finanzguru ist ein solches schnell wachsendes Ökosystem. Mit unserem Know-How wollen wir zum Erfolg von Finanzguru beitragen“, sagt Martin Weldi, Leiter der Geschäftsentwicklung innerhalb der HDI Gruppe. Und Christian Schulte, Investment-Leiter bei Coparion ergänzt: „Die beeindruckenden Nutzermetriken sind der stärkste Beweis, dass bei Finanzguru die Kunden an oberster Stelle stehen. Mit PSD2 gibt es jetzt die Chance, aus Finanzguru einen europäischen Champion zu machen.“

Finanzguru soll wachsen

Mit dem neuen Kapital will Finanzguru seinen Wachstumskurs stärken. Neben der Expansion in weitere europäische Länder ab 2020 wird das Startup das Kapital für den Aufbau des Mitarbeiterstamms sowie für die Einführung neuer Produkte einsetzen. Dabei verfolgt Finanzguru das Ziel eine führende europäische Finanzplattform Made in Germany aufzubauen.

Nur ein Jahr nach dem offiziellen Start der App, die auf künstlicher Intelligenz basiert, hat Finanzguru bereits mehr als 450.000 Kunden gewonnen. Damit zähle Finanzguru zu den am schnellsten wachsenden Fintechs Deutschlands. Einen weiteren Schub für das Wachstum verspricht sich das Unternehmen durch die EU-Richtlinie „PSD2“, die im September in Kraft tritt. Sie verpflichtet alle Banken in Europa dazu, Bankdaten auf Kundenwunsch via Schnittstellen mit Drittanbietern zu teilen. Finanzguru kann so seine innovative App in allen europäischen Ländern anbieten. Voraussetzung hierfür ist eine strenge Überprüfung durch die Bafin (Bundesaufsicht für Finanzdienstleistungsaufsicht) und eine damit einhergehende Registrierung als Zahlungsinstitut. Finanzguru hat bereits im Mai als einer der ersten Fintechs Deutschlands diese Erlaubnis erhalten. „Mit Coparion und HDI haben wir finanzstarke Investoren mit exzellentem Know-How in unserer Branche gewonnen“, sagt Benjamin Michel, Mitgründer und Geschäftsführer von Finanzguru. „Mit dem neuen Kapital und der Zulassung durch die Bafin haben wir nun die Möglichkeit, Kunden in allen europäischen Ländern die einfachste und bequemste Verwaltung ihrer Finanzen und Verträge anzubieten“.