Paydirekt stellt zukünftig auch das Online-Bezahlverfahren Giropay bereit und wird hierfür alle relevanten Unternehmensteile von Giropay übernehmen.

Die deutschen Banken und Sparkassen bündeln damit ihre beiden kontobasierten Online-Bezahlverfahren. Vorbehaltlich der Prüfung durch die Wettbewerbsaufsicht wird der Erwerb zum 1. Dezember 2020 wirksam. Für Kunden und Händler ergeben sich hieraus keine unmittelbaren Änderungen.

Größere Händlerabdeckung durch neues Paydirekt

„Durch die Verbindung von Giropay und Paydirekt werden Endkunden zukünftig bei vielen weiteren Händlern direkt vom Konto zahlen können und hierfür verschiedene benutzerfreundliche und etablierte Authentifizierungsverfahren wie Pin und Tan, Benutzername und Passwort oder biometrische Verfahren nutzen können“, so Christian von Hammel-Bonten, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Paydirekt. Joerg Schwitalla, Geschäftsführer der Giropay GmbH: „Die Verbindung von Paydirekt und Giropay ist ein wichtiger strategischer Baustein für die Weiterentwicklung der Bezahlverfahren und schafft für Kunden und Handel ein noch umfassenderes Payment-Angebot. Die einheitliche unternehmerische Führung wird es außerdem möglich machen, Synergien in Vermarktung und Betrieb zu realisieren.“

Die Giropay GmbH wurde 2005 von der Postbank, der Sparkassen-Finanzgruppe (Star Finanz GmbH) und der genossenschaftlichen Finanzgruppe (Fiducia & GAD IT AG) gegründet. Der kontobasierte Service ermöglicht „registrierungsloses“ Bezahlen im Internet über das Online-Banking. Als Bezahlverfahren im deutschen E-Commerce wickelt Giropay derzeit über eine Million Transaktionen pro Monat in unterschiedlichsten Branchen ab.

Als Funktion des Girokontos wurde Paydirekt 2015 von den deutschen Banken und Sparkassen als neuer Standard für das Online-Bezahlen eingeführt. Die moderne Architektur der Paydirekt-Plattform bietet Händlern ein flexibles, breites Spektrum an Funktionen von Einmalzahlungen bis zu Abonnements und Seamless Payments. Seitdem hat das Unternehmen das E-Commerce-Volumen seines Händlerportfolios kontinuierlich ausgebaut und seine Sichtbarkeit im Markt auf mehr als 10.500 Online-Shops aus allen Branchensegmenten erhöht. Entsprechend stieg auch die Zahl der Paydirekt-Kunden auf aktuell mehr als 3,5 Millionen.

Über Paydirekt

Als Dienstleister im Auftrag der deutschen Banken und Sparkassen ist die Paydirekt GmbH verantwortlich für den Aufbau, den Betrieb und die Weiterentwicklung von Paydirekt, dem Bankenstandard für Online-Zahlungen. Im Fokus steht dabei der Verbraucherwunsch nach leichter, durchgängiger Bedienung auf Basis der Sicherheitsanforderungen der deutschen Banken und Sparkassen.

Paydirekt ist direkt mit dem Girokonto der Kunden verknüpft und unterliegt damit den Regularien der deutschen Kreditwirtschaft, die als die strengsten weltweit gelten – beispielsweise im Hinblick auf den Datenschutz.

Dem Online-Handel bietet Paydirekt eine ausgereifte Systemarchitektur mit entsprechender Programmierschnittstelle (API). Außerdem erhält der Online-Handel durch die enge Verzahnung mit den Systemen der beteiligten Banken und Sparkassen eine attraktive Alternative zu bestehenden Online-Bezahlverfahren.

Über Giropay


Giropay basiert auf der in Deutschland populären Online-Überweisung mit Pin und Tan. Kunden benötigen für die Zahlung mit Giropay lediglich ein Online-Banking-Girokonto und müssen sich nicht zusätzlich registrieren. Giropay erreicht somit potentiell über 45 Millionen Online-Banking-Kunden. Der Händler erhält unmittelbar nach erfolgreicher Zahlung eine unwiderrufliche Zahlungsgarantie und kann Waren oder Dienstleistungen sofort und risikolos auf den Weg bringen. Kunden wie Lufthansa, CTS Eventim oder Cyberport vertrauen auf die sichere Bezahlung mit Giropay.

Über Giropay-ID werden kontobasierte Mehrwertlösungen angeboten. Mit der Online-Altersverifikation bietet Giropay-ID eine KJM-konforme Volljährigkeitsprüfung an. Bei der Online-Kontoverifikation bestätigt die an Giropay-ID teilnehmende Bank oder Sparkasse die Kontoverbindung gegenüber Händlern oder Dienstleistern. Unternehmen wie beispielsweise Lotto Bayern oder Toto Lotto Niedersachsen setzen Giropay-ID im Registrierungsprozess für ihre Kunden ein. Im Gegensatz zur Online-Überweisung mit Giropay setzt die Verifikation mit Giropay-ID eine explizite Teilnahme der Kundenbank voraus.

Bei Giropay und Giropay-ID kommuniziert der Kunde ausschließlich mit dem Online-Banking seiner Bank oder Sparkasse. Damit ist garantiert, dass sensible Daten (Pin/Tan) nur zwischen Kunde und Bank ausgetauscht werden. Kein Dritter hat Zugriff oder Einblick in persönliche Konto- und Umsatzinformationen.

Thomas Brummer war bereits für das Anlegermagazin "Der Aktionär" und das Verbraucherportal biallo.de tätig. Zudem hospitierte er in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf. Seit 2018 ist er Mitglied der Redaktion und seit 2020 als stellvertretender Chefredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin verantwortlich. Er verfasst zudem regelmäßig Beiträge auf geld-digital.de.