Wie das Wall Street Journal berichtet, könnte Apple noch in diesem Jahr eine eigene physische Kreditkarte auf den Markt bringen. Aktuell sei man zwar damit beschäftigt, Google Pay in weiteren Ländern auszurollen, jedoch würde eine physische Kreditkarte höhere Einnahmen versprechen und könnte Apple Pay ergänzen. So sollen zusätzliche Funktionen, wie eine umfassende Verwaltung für Bezahlvorgänge, geplant sein. Auch Cashback sei möglich: Kunden, welche die Karte nutzten, könnten dann mit jedem Einkauf Guthaben generieren. Das Cashback könnte bei zwei Prozent liegen. Darüber hinaus könnten bei Einkäufen im Apple-Ökosystem sogar zusätzliche Rabatte winken, vermutet das Wall Street Journal.

Goldman Sachs unterstützt Projekt mit 200 Millionen Dollar

Wie auch bei der Kooperation von Google Pay und Paypal, soll bei der von Apple geplanten Kreditkarte Mastercard Partner sein. Neben Zusatzfunktionen und Rabatten will Apple auch mit Service punkten. So sollen 200 Millionen Dollar in Kundensupport und Infrastruktur zur Zahlungsabwicklung gesteckt werden. Finanzierungspartner von Apple ist laut Wall Street Journal Goldman Sachs.

Tech-Konzerne machen Bank-Geschäft

Derart umfangreiche Investitionen des Tech-Giganten Apple in einen Bezahlservice heizen natürlich Spekulationen an: Der Schritt zum digitalen Girokonto ist vom Payment-Anbieter, der neben mobilen Lösungen auch eine physische Kreditkarte bietet, nicht mehr so weit. Auch Amazon baute sein Engagement im Finanzbereich in den vergangenen Jahren Schritt für Schritt aus: Neben einer eigenen Kreditkarte inklusive Cashback bietet der Tech-Konzern und Versandhändler unter anderem einen eigenen Alexa-Skill zum Bezahlen und hat eine „Just-walk-out“-Technologie patentiert, die Supermarktkassen überflüssig macht.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.