Wie die  aktuelle Studie „FinTech-Kooperationsradar“ der Unternehmensberatung PwC zeigt, arbeiten deutsche Banken und Versicherungen intensiv mit FinTechs zusammen. Bis heute wurden mehr als 850 Kooperationen angebahnt.

Am aktivsten sind dabei große Unternehmen, wie die Commerzbank, Deutsche Bank, Munich Re oder die Allianz. Insgesamt suchen Banken mit einem Anteil von zwei Dritteln gegenüber Versicherungen mit einem Drittel eher die Zusammenarbeit mit Startups. Für Sascha Demgensky, Leader FinTech bei PwC sind diese Zahlen folgerichtig: „Die etablierten Player haben genauso wie die Start-ups erkannt, dass sie den größten Erfolg erzielen, wenn beide Seiten miteinander statt gegeneinander arbeiten“, so der FinTech-Experte. Doch Demgensky verweist auch darauf, dass Quantität noch lange keine Qualität bedeute: „Man muss kritisch fragen, ob die Bündnisse immer das halten, was sich die Parteien von ihnen versprechen. Beide Seiten brauchen eine passgenaue Kooperationsstrategie.“

Die Kooperationen zwischen etablierten Banken und FinTechs  umfassen dabei sämtliche Bereiche und betreffen Investment-FinTechs (in 87 Fällen), Finance-Start-ups (86), Online-ID-Spezialisten (63), Payment-FinTechs (48) und API-FinTechs (41), also Startups, welche sich auf digitale Datenschnittstellen spezialisiert haben. Versicherer sind weniger breit aufgestellt und arbeiten in erster Linie mit InsurTechs zusammen, also Startups, die direkt in der Versicherungsbranche tätig sind. Nachdem Finanzunternehmen und FinTechs noch 2012 lediglich elf Kollaborationen geschlossen hatten, stieg deren Zahl über die Jahre steil an. Seit 2017 hat sich die Zahl der neuen Kooperationen mehr als verdoppelt.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.