Aktien handeln, ohne dafür eine Kommission zahlen zu müssen? Das Brokerage-Fintech BUX macht das nun möglich – zumindest für bestimmte europäische und US-amerikanische Werte und ruft BUX Stocks ins Leben. „Vor allem Millennials in Deutschland glauben, dass der Aktienhandel nur etwas für Reiche ist. Die Investitionskosten sind berüchtigt“, sagt Nick Bortot, CEO und Gründer von BUX. „Und es stimmt, die Aktienmärkte sind bisher tatsächlich für viele nicht zugänglich – mit der Einführung von Stocks wollen wir genau das ändern. Schon unsere erste App BUX hat hunderttausenden Deutschen die Angst vor der Börse genommen. Nun ist es Zeit, die Provisionshürde abzuschaffen und den Aktienhandel endgültig für alle zu öffnen.“ Bislang handeln BUX-Kunden keine Aktien, sondern CFDs. Diese Differenzkontrakte erlauben es, direkt an Kursbewegungen zu partizipieren.

Das niederländische Fintech bleibt Details schuldig

Mit Stocks möchte das Fintech nun auch direkt den Handel mit Aktien ermöglichen. Darüber, welche Werte genau gehandelt werden können und über welche Handelsplätze die Orders der Kunden abgewickelt werden, schweigt sich BUX auf Nachfrage aus. Das Fintech verweist aber darauf, als in Europa regulierter Broker die nach MiFID bestmögliche Ausführung bieten zu wollen. Dies könne sowohl über eine klassische Börse, ein multilaterales Handelssystem wie das Londoner Projekt Turquoise oder einen sogenannten systematischen Internalisierer umgesetzt werden. Dies ist ein Dienstleister, welcher auf eigene Rechnung Kundenaufträge ausführt. Da Stocks auf Kommissionen verzichten will, ist davon auszugehen, dass Kundenaufträge eher nicht über klassische Börsen abgewickelt werden. Stocks startet Anfang 2019.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.