Nehmen Sie Ihre Finanzen in die eigenen Hände! Mit diesem und ähnlichen Slogans werben Direktbanken schon seit Jahren um Kunden. Die Realität sieht  weitaus weniger gut aus. Zwar nutzen viele Anleger Online-Banking, doch um wirklich den Überblick zu haben, haben die Deutschen zu viele verschiedene Konten und Depots. Auch für Versicherungen oder Immobilien haben Anleger in der Regel einen anderen Ansprechpartner als für Anlagen bei der Bank. Doch um Vermögen wirklich seriös planen zu können, ist es besonders wichtig, die gesamten Finanzen im Blick zu haben.

Kein Investment mehr vergessen

Professionelle Vermögensberater machen im Eingangsgespräch genau das: Sie fragen zunächst sämtliche Anlageformen ab. Von Tagesgeldkonten über Depots, Lebensversicherungen, Genossenschaftsanteile und Immobilien reicht die Spanne potenzieller Anlageobjekte. Erst wenn alle Investments bekannt und bewertet sind, ist eine solide Finanzplanung überhaupt möglich. Doch bei vielen Banken hapert es gerade in diesem Bereich. Zwar gehört die Frage nach der Vermögenssituation inzwischen zum Standardrepertoire von Bankberatern, doch ist sie eher eine Pflicht, denn eine Kür. Auch die laufende Überwachung aller Anlageformen kommt in der Regel zu kurz. Ist das Eingangsgespräch geführt, spielen die anderen Anlageformen in der Regel keine Rolle mehr. Neue digitale Finanzassistenten wie beispielsweise Treefin (► Zum Treefin Testbericht) oder Prospery fangen hier erst an.

Da Informationen über Anlageprodukte online tagesaktuell verfügbar sind, ist es ein Leichtes, diese Daten zusammenzuführen und umfassend zu analysieren. Ist die Vermögenssituation erst einmal klar, können Finanzen viel leichter überwacht und für die Zukunft geplant werden. Für Nutzer besteht darüber hinaus ein weiterer Vorteil: Anlageformen, die wir gerne vernachlässigen, wie beispielsweise Genossenschaftsanteile, bleiben im Bewusstsein. Wer seine aktuelle Finanzlage täglich auf dem Smartphone einsehen kann, dem fallen Investitionsentscheidungen leichter.

Fintechs lassen uns unsere Finanzen leichter planen

Neben der Möglichkeit, bestehende Sparformen auf einer Plattform zu sammeln und zu bewerten, bieten digitale Lösungen weitere nützliche Werkzeuge. Wer finanziellen Erfolg hat, der muss auch Steuern zahlen. Auch Sozialabgaben und andere Verpflichtungen sollten im Rahmen einer soliden Planung unserer Finanzen berücksichtigt werden. Fintechs wie Kontist bieten Girokonten für Selbständige, die so lästige Dinge wie Rücklagen für Steuern automatisch übernehmen. Halten digitale Werkzeuge künftig noch stärker Einzug in das Bankwesen, sind rund um das Thema persönliche Finanzen zahlreiche weitere Innovationen möglich.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber verschiedener Medien im Bereich Finanzen. Über die Firma Isarvest veröffentlicht er das EXtra-Magazin, das führende ETF-Magazin in Deutschland und Geld-Digital – das Verbraucherportal für digitale Finanzangebote. Er ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.