Endlich spenden ohne Geklimper. Wie die Pax-Bank aus Köln meldet, stehen der digitale Opferstock und der digitale Klingelbeutel mit NFC-Technologie bereits in den Startlöchern. Vor allem touristisch attraktive Wallfahrtskirchen sollen mit der bargeldlosen Möglichkeit zu spenden ausgestattet werden. „Es kommt häufig vor, dass mir Gottesdienstbesucher sagen ‚Das war so eine schöne Kollekte, aber ich hatte nicht den passenden Betrag dabei.‘ Mit der Kontaktlos-Zahlung wäre das Problem gelöst. Es gibt aber noch zwei weitere Vorteile: Erstens kann der Gottesdienstbesucher über seinen Kontoauszug auch kleinere Spenden gegenüber dem Finanzamt nachweisen, und zweitens ist die bargeldlose Spende deutlich diskreter – das ist vielen Menschen wichtig. Und damit niemand Probleme mit der Technik bekommt, werden wir in den ersten Wochen den Gottesdienstbesuchern das Gerät und das Prinzip des kontaktlosen Bezahlens erklären“, so Frank-Michael Scheele, Pfarrer und Beirat der Pax-Bank.

Bargeld als Sicherheitsrisiko

Zwar wäre ein digitaler Klingelbeutel für viele Kirchgänger etwas Neues, doch war auch die bisherige Lösung keineswegs unumstritten. Klaus Schraudner, Vorstandsvorsitzender der Pax-Bank verweist auf das klimpernde Geräusch von Münzen im Gottesdienst, das als störend wahrgenommen werden kann. Auch für Kirchen selbst könnte eine digitale Lösung Vorteile bieten. „Der Verwaltungs- und Wartungsaufwand der neuen Geräte ist überaus gering“, erläutert Schraudner, „und keine Gemeinde hält heute noch gerne Bargeld vor. Der Grund hierfür liegt nicht nur in steigenden Einbruchszahlen. Generell ist es unter Sicherheitsaspekten nicht die ideale Lösung, große Mengen Bargeld durch die Gegend zu tragen.“ Hinzu komme der Umstand, dass viele Banken für Bargeldeinzahlungen inzwischen Gebühren verlangen würden. Der digitale Opferstock und der Klingelbeutel mit NFC-Technologie sollen zunächst als Hybrid-Lösungen in die Kirchen kommen. Klassische Spenden per Bargeld sind auch weiterhin möglich.