Die Corona-Pandemie führt nicht nur zu Einschnitten in der Freizeitgestaltung, sondern auch immer häufiger im Geldbeutel: 70 Prozent der Deutschen sorgen sich durch Corona um ihre eigene wirtschaftliche Situation. Doch was tun, wenn weniger Netto am Ende des Monats auf dem Konto landet? Online-Versicherungsmanager Clark gibt praktische Tipps zur Haushaltsoptimierung in Corona-Zeiten.

„Wer den vielbeschworenen Frühjahrsputz noch nicht erledigt hat, beginnt in diesem Jahr am besten bei seinen Aktenstapeln. Mit der neu gewonnenen Zeit in den eigenen vier Wänden lassen sich jetzt nämlich Unterlagen ideal ordnen, finanzielle Ausgaben prüfen und Angebote vergleichen. Denn was viele vergessen: In den Aktenordnern mit Versicherungs-, Strom- oder Internetverträgen schlummert bares Geld“, so Clark. Diese fünf Tipps helfen aus Sicht des digitalen Versicherungsmaklers, die Goldgruben in den heimischen Aktenordnern aufzuspüren:

Alle Jahre wieder: die Steuererklärung erledigen

Wer sich bisher erfolgreich davor gedrückt hat: jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um sich all den Dingen zu widmen, die sonst liegen bleiben! Die Steuererklärung gehört sicherlich dazu – hat man sich einmal durch den Bürokratie-Dschungel gearbeitet, kriegt einer von sieben Deutschen sogar richtig was zurück vom Staat: Rund 1.000 Euro haben 11,8 Millionen Deutsche im Steuerjahr 2015 zurückerstattet bekommen. Damit lässt sich jedes kleine Minus schnell ausgleichen. Für alle Sparfüchse bedeutet das: Wer noch keine Steuererklärung für diese Jahre eingereicht hat, sollte dies jetzt tun. Ganz einfach geht das mit dem kostenlosen Online-Tool Elster des Bundes und der Länder. Wer es noch einfacher haben möchte: Mittlerweile gibt es auch App-Anbieter, die beim Erledigen der Steuer unterstützen. Doch Vorsicht: Diese erheben für ihre Dienste meist eine Gebühr.

Versicherungen checken und mit wenigen Klicks Geld sparen

Ob Kfz, Haftpflicht oder Hausrat – Versicherungen schützen uns vor Risiken, die uns finanziell zu stark belasten würden und das ist auch gut so. Im Schnitt hat jeder Deutsche rund sechs Versicherungen und gibt mehr als 2.400 Euro jährlich für die wichtige Absicherung aus. Gerade jetzt bietet sich eine gute Gelegenheit, um sich einen Überblick über alle bestehenden Versicherungen zu verschaffen und Einsparmöglichkeiten zu prüfen. Denn was einmal abgeschlossen wurde, muss nicht langfristig der beste Vertrag sein. Selbst Versicherungsverträge mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis sollten regelmäßig überprüft werden, denn es kommt auch wieder der Zeitpunkt, an dem bessere Tarife auf den Markt kommen. Mehrere Hundert Euro können Verbraucher in der Regel bei Sachversicherungen wie Privathaftpflicht, Hausrat & Co. sparen, denn die laufen oft nur über ein Jahr bis sie sich verlängern.

Für einen Überblick über die breite Versicherungslandschaft gibt es verschiedene kostenlose Tools. Neben Clark sind dies zum Beispiel Treefin, Knip, Wefox, Verivox oder des Vergleichsportals Check 24. Über den digitalen Versicherungsmanager Clark erhalten Nutzer in der App eine Übersicht über alle abgeschlossenen Verträge und Experteneinschätzungen zu den bestehenden Verträgen. Hier finden Nutzer auch neue Angebote, die den eigenen Anforderungen entsprechen. „So kann man den Versicherungsordner ganz bequem und digital von der Couch aus auf den neuesten Stand zu bringen“, so Clark.

Den Zweitwagen hinterfragen

Wenn jetzt beide Partner nur noch im Homeoffice arbeiten oder aufgrund von Kurzarbeit oder Kinderbetreuung kaum noch zum Arbeitgeber fahren müssen, kann vielleicht der Zweitwagen für die nächsten Monate in der Garage bleiben. Zum Überbrücken einer autofreien Zeit muss die bestehende KfZ-Versicherung nicht gekündigt werden. Wenn Sie das Fahrzeug abmelden, kann der Versicherungsschutz pausieren und der Vertrag wird beitragsfrei gestellt.

Gesundheitskosten deckeln

Jeder kennt sie, die Zuzahlungen zu Rezepten für verschreibungspflichtige Medikamente. Was die wenigsten wissen: Das Aufbewahren der Quittungen lohnt sich. Denn mit diesen Zahlungsbelegen kann bei der Krankenkasse ein Antrag auf Befreiung von den gesetzlichen Zuzahlungen gestellt werden, sofern die Kosten die festgelegte Belastungsgrenze in Höhe von zwei Prozent der jährlichen Bruttoeinnahmen überschreiten. Mit der entsprechenden Bescheinigung der Krankenkasse muss dann für den Rest des Jahres bei medizinischen Leistungen nichts mehr zugezahlt werden. Eine Ausführliche Beschreibung zum Vorgehen bietet die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Regelmäßiger Vergleich von Strom-, Internet- und Handyverträgen

Ein weiterer großer Kostenfaktor im Haushaltsbuch sind die laufenden Kosten: Strom, Internet, Handy und vieles mehr. Am Ende des Jahres summieren sich die kleinen Beträge. Vor allem bei Strom oder Gas sind viele Deutsche besonders bequem: Rund 70 Prozent der Verbraucher in Deutschland beziehen Strom oder Gas über Jahre hinweg beim selben Anbieter. Viele Haushalte wissen gar nicht, dass sie ihren Versorger jedes Jahr wechseln können und zahlen regelmäßig zu viel. Wer zu einem günstigeren Strom-, Internet- oder Handyvertragsanbieter wechselt, kann schnell einige hundert Euro sparen. Vergleichsportale nehmen einem den aufwändigen Tarifvergleich hunderter Anbieter ab. Pro Jahr und Vertrag können im Durchschnitt 270 Euro gespart werden. In wenigen Schritten lassen sich so gleich mehrere Hundert Euro sparen und mit den richtigen Services nicht nur einmalig, sondern jedes Jahr aufs Neue. Dank pünktlich abgegebener Steuererklärung entsteht im Idealfall sogar noch ein kleines Plus – und das bequem von Zuhause aus.

Clark ist in Deutschland einer der führenden Versicherungsmanager und bietet seinen Kunden eine voll-digitale Möglichkeit ihre Versicherungen zu verbessern. Algorithmusbasiert analysiert Clark sämtliche Tarife eines Kunden und identifiziert aus dem Angebot von über 160 Versicherungsunternehmen individuell die besten Tarife.

Digitale Versicherungsmakler konnten in Tests der Stiftung Warentest allerdings nur wenig überzeugen

Digitale Versicherungsmakler können gerade wenig mit Versicherungen erfahrenen Menschen helfen, mit solchen wertvollen Spartipps Geld zu sparen. Im vergangenen Test der Stiftung Warentest (Dezember 2019) konnten die digitalen Helfer in der Hosentasche allerdings wenig überzeugen. Die Stiftung Warentest hat die sechs in Deutschland größten Makler-Apps Clark, Treefin, Knip, Wefox, Verivox sowie des Vergleichsportals Check 24 getestet. Letzterer nimmt dabei eine Sonderstellung ein, da hierbei nur ein Vergleich stattfindet, bei anderen wird im Hintergrund ein Maklervertrag eines bestimmten Versicherers abgeschlossen. Gerade einmal zwei der getesteten Apps, Treefin und Knip retteten sich dabei auf die Testnote „befriedigend“ (3,0 bzw. 3,5). Mit einer Gewichtung von 65 Prozent floss in die Bewertung die Beratungsqualität ein. Über 20 Prozent Bedeutung maß die Stiftung Warentest noch den Informationen über den Maklerstatus zu. Schließlich sei vielen Kunden immer noch nicht bewusst, dass die Apps als Makler fungierten und dementsprechend zuvor erteilte Maklervollmachten unwirksam wurden. Weitere Kriterien für die Bewertung der Apps waren laut Angaben der Tester die Dokumentation sowie der fehlerfreie Import von Verträgen. Auch hinsichtlich des Datenschutzes gäbe es teilweise größere Mängel insbesondere bei der Vergleichs-App von Check 24. Manche teilten die Daten sogar mit Facebook. Clark musste sich bei dem Test der Stiftung Warentest gemeinsam mit der Verifox-App mit der Note 4,0 zufriedengeben.

Uwe Görler ist seit 2011 als Finanzredakteur für das Anlegerportal extraETF.com und das Extra-Magazin tätig und behandelt die Themen ETFs und Robo-Advisors. Zuvor schrieb er in verantwortlicher Position für die "Zertifikatewoche" und verfasste Beiträge zu den Themenbereichen Wirtschaft & Finanzen sowie Gesundheit für verschiedene Rundfunkkanäle, darunter Antenne Bayern und N24.