„Für mich ist klar, ein Land, das sich mehr mit Karl Marx beschäftigt als mit Blockchain, ist dabei, den Anschluss in der Welt zu verlieren“, sagte Christian Lindner (FDP) auf dem Parteitag in Berlin-Kreuzberg. Wie gut oder schlecht Deutschland in dieser Hinsicht für die Zukunft gewappnet ist, sei dahingestellt. Klar ist: Es gibt eine Vielzahl innovativer Anbieter, die versprechen, das Leben einfacher und günstiger zu machen. Die Möglichkeiten sind flexibel. Das können Apps sein, die beim Sparen helfen, etwa in Sachen Versicherungen. Diese elektronischen Helfer analysieren die bestehenden Versicherungen eines Nutzers und geben Vorschläge, wo Sparpotenzial schlummert. Digitalisierung kann aber auch bedeuten, dass Banken komplett online agieren. Auch für Baukredite bedarf es nicht mehr zwangsläufig einer Finanzierung einer klassischen Bank. Auf geld-digital.de erhalten Sie regelmäßig Informationen zu den Entwicklungen in diesen Sektoren. Zusätzlich gibt es Testberichte, die die Angebote interessanter Anbieter beleuchten. Drei Testberichte in einer kurzen Zusammenfassung:

CLARK – Der Versicherungsmanager

Digitale Versicherungsmakler wollen die Versicherungsbranche revolutionieren – ein hoch angesetztes Ziel. Die Anbieter versprechen, alle Versicherungen ihrer Kunden papierlos zu betreuen. Alles, was der Kunde braucht, ist über eine entsprechende App oder einen digitalen Zugang erhältlich. Sobald Neukunden Clark eine Vollmacht als Versicherungsmakler gegeben haben, holt das Insurtech Informationen zu bestehenden Versicherungsverträgen ein und stellt diese übersichtlich in einem Versicherungscockpit dar.

Fazit: Für Selbstentscheider ist Clark eine gute Alternative: Endlich alle Versicherungen auf einen Blick haben und dazu unabhängige Empfehlungen und Service aus einer Hand erhalten. Sogar um die Altersvorsorge will sich Clark künftig kümmern. So können Clark-Kunden alle wichtigen Entscheidungen rund um ihre Finanzen in Zukunft in die Hände der App legen. Statt des bisherigen Flickenteppichs aus verschiedenen Maklern und Anbietern kann Clark Licht ins Dunkel bringen und die persönliche Finanzplanung vereinfachen. Im Umkehrschluss profitiert aber auch der Anbieter: Da Clark-Kunden sämtliche Policen zu Clark umziehen müssen, um vollumfänglich zu profitieren, erhält Clark wertvolle Einblicke in den Finanzstatus seiner Kunden. Inwiefern Apps wie Clark auch künftig unabhängig bleiben, ist offen.

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N26 – Die mobile Bank

N26 ist Europas erste mobile Direktbank mit europäischer Vollbanklizenz. Dabei liegt der ganz große Vorteil in der unmittelbaren Verwaltung per Smartphone. Was bei einer klassischen Bank für gewöhnlich etwas Zeit in Anspruch nimmt, geschieht bei N26 innerhalb von wenigen Augenblicken. Aber der Dienst verspricht mehr als das.

Fazit: Bei all den Funktionen, die N26 als Bank bietet, ist es bemerkenswert, wie kompakt und transparent sie diese digital in einer App für den Endkunden bündelt. Überweisungen tätigen, Geld abheben, Karten sperren; all das kann der Nutzer auf seinem Smartphone mit nur wenigen Klicks ausfuhren, ganz ohne Formulare und Unterschriften. Als Identifikationsmethode fungiert der Fingerabdruckscanner des Smartphones. N26 tri.t in jeglicher Hinsicht den Anspruch und die Bedürfnisse der jungen Generationen. Der Dienst verbindet die klassischen Elemente einer Bank mit der digitalen Infrastruktur von heute und erweitert den Service durch zusätzliche Features. Per Push-Mitteilung kann der Nutzer beispielsweise zu jeder Zeit erfahren, wann Transaktionen ausgeführt werden, und eine Autokategorisierung ermöglicht einen Überblick über die Art der angefallenen Ausgaben. Selbst die Integration von bestehenden Versicherungsverträgen oder die Investition in ETF-Portfolios ist über die App möglich. N26 ist eine moderne Bank für junge Leute, die einfacher in ihrer Administration nicht sein könnte.

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EXPORO – Die Immobilien-Plattform

Eine digitale Investment-Plattform, auf der Anleger in Immobilienprojekte investieren können, ist etwa Exporo. So wird es bereits ab kleinen Beträgen möglich, Kapital über mehrere Projekte zu streuen. Die Auswahl von Objekten und das Investment laufen rein digital ab.

Fazit: Exporo bietet Anlegern auf unkomplizierte Weise Zugang zu attraktiven Immobilien. Jedoch ist bei Nutzern der Plattform auch Eigeninitiative gefragt: Wer Immobilien-Projekte entsprechend der persönlichen Finanzplanung und Risikoneigung auswählen möchte, muss sich informieren. Dies macht Exporo seinen Kunden allerdings leicht. Jede Projektseite enthält umfangreiche Informationen und bietet im weiteren Projektverlauf zusätzliche Updates.  Im Vergleich zu Direktinvestitionen in Immobilien ermöglicht Exporo bereits ab geringen Beträgen (ab 500 Euro) eine breite Diversifikation. Vergleicht man das Angebot von Exporo mit geschlossenen Immobilienfonds, so fallen vordergründig die geringeren Kosten auf. Da bei Exporo die Projektentwickler die Kosten tragen und diese ihrerseits in ihrer Kalkulation berücksichtigen, dürfte der tatsächliche Kostenvorteil von Nachrangdarlehen allerdings nicht mehr so groß sein. Ein handfester Vorteil gegenüber Immobilienfonds sind allerdings die festen Zinssätze. Trotz der Prüfungen seitens der Crowdinvesting-Plattformen und der Schwarmintelligenz müssen sich Investoren jedoch darüber im Klaren sein, dass sie unternehmerisch handeln.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist zuerst im EXtra-Magazin erschienen. Wir veröffentlichen laufend ausführliche Testberichte über digitale Finanzangebote.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber verschiedener Medien im Bereich Finanzen. Über die Firma Isarvest veröffentlicht er das EXtra-Magazin, das führende ETF-Magazin in Deutschland und Geld-Digital – das Verbraucherportal für digitale Finanzangebote. Er ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.