Nachdem zuletzt das Fintech Revolut eine für seine Nutzer kostenlose Handelsplattform für Aktien und ETFs angekündigt hatte, kommt weiter Bewegung in den Markt. Die Social-Trading-Plattform eToro kündigte an, neben Differenzkontrakten, den sogenannten CFDs, künftig auch Aktien, Kryptowährungen, ETFs und weitere Anlageklassen anzubieten. Das ist vor allem deshalb interessant, weil eToro auf Ticket-Fees und Management-Gebühren verzichtet. Doch ganz ohne Gebühren kommt auch eToro nicht aus: Finanziert wird das Angebot über einen Spread, also der Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufskurs, der in der Regel bei 0,09 Prozent liegen soll. „Mit diesem Schritt bauen wir nicht nur unser Angebot für unsere mehr als zehn Millionen Nutzer aus. Wir ermöglichen es ihnen darüber hinaus, über eine einzelne Plattform in nahezu alle verfügbaren Vermögenswerte zu investieren und sie in einem einzigen Portfolio zu halten“, sagt Yoni Assia, Mitbegründer und CEO von eToro.

eToro – Preis-Offensive mit Fußnoten

Der Schritt darf als Kampfansage an etablierte Broker verstanden werden. „Da der Preis für Anleger eine wichtige Rolle spielt, sind wir überzeugt davon, dass Ticket-Fees und Management-Gebühren zu ebenjenen althergebrachten Praktiken zählen, die Menschen die Lust am Investieren nehmen, deshalb verzichten wir darauf“, so Assia weiter. Trotz der jüngsten Preis-Offensive gibt es bei eToro vor allem für inaktive für Privatanleger einige zusätzliche Kosten, wie eine monatliche Inaktivitätsgebühr in Höhe von zehn Dollar. Auch fallen bei Auszahlungen Gebühren in Höhe von 25 Dollar an. Zusätzlich entstehen bei Währungsumrechnungen bei Ein- und Auszahlungen Gebühren von 250 Pips.

Kunden wünschen alle Anlageprodukte auf einer Plattform

Bereits während der vergangenen Monate hat eToro sein Angebot an Anlageklassen immer weiter ausgebaut. Bislang sind zehn Kryptowährungen erhältlich, weitere sollen folgen. Mit Aktien und ETFs wird die Plattform nach eigenen Angaben den Wünschen ihrer Kunden gerecht, die Anlageprodukte gerne auf einer Plattform bündeln möchten. „Jetzt können Menschen mit der gleichen Leichtigkeit in Aktien investieren wie schon in Kryptowährungen“, kommentiert eToro-CEO Assia die jüngste Maßnahme.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber verschiedener Medien im Bereich Finanzen. Über die Firma Isarvest veröffentlicht er das EXtra-Magazin, das führende ETF-Magazin in Deutschland und Geld-Digital – das Verbraucherportal für digitale Finanzangebote. Er ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.