Es kommt Bewegung in den Brokermarkt: Neben dem Fintech Trade Republic und dem auf Währungshandel spezialisierten Profi-Broker JFD Brokers geht nun auch eToro in die Gebühren-Offensive. Der Broker verlangt ab sofort für Aktien und ETFs, die über eToro gehandelt werden, keine Provisionen mehr. „Ich denke, es ist Zeit, dass sich der „alteingesessene Anlage-Sektor“ revolutioniert. Einige Banken und Investmenthäuser nehmen von Kleinkunden bis zu 5 Prozent Gebühr, dies ist in der heutigen Zeit fast schon vergleichbar mit Kredithaien. Ich hoffe, dass wir mit unserer Initiative den Status quo ändern können“, so Dennis Austinat, Deutschland-Chef von eToro.

Kosten als Investitionshindernis

Konkret bedeutet der Vorstoß von eToro, dass beim Öffnen und Schließen von Handelspositionen keine Maklergebühr erhoben wird. Diese Regelung gilt nicht für Hebelgeschäfte oder Short-Trades. Damit will eToro Investments für Privatanleger attraktiver machen. „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, mehr Menschen dazu zu bringen, zu investieren. Die drei Haupthindernisse für Investitionen sind: die Wahrnehmung, dass es zu komplex ist; die Vorstellung, dass Sie viel Geld zum Investieren brauchen; und die Kosten“, fasst Yoni Assia, Mitbegründer und CEO von eToro, zusammen.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.