Die Crowdinvesting-Plattform Exporo (Hier geht’s zum Testbericht) vermeldete zuletzt das erfolgreichste Geschäftsjahr der vierjährigen Unternehmensgeschichte. So habe Exporo 2018 mehr als 173 Millionen Euro vermittelt und im Dezember mit einem Tagesspitzenwert von 4,15 Millionen Euro einen neuen Rekord erzielt. Angesichts dieser Zahlen ist Exporo nach eigenen Angaben damit die zweitgrößte europäische Immobilien-Plattform. Um dem Wachstumskurs auch 2019 folgen zu können, plant das Unternehmen im laufenden Jahr am Standort Hamburg weitere vierzig Experten einzustellen. Rund ein Drittel davon soll sich um die Themen Akquise, Ankaufprüfung und Asset-Management von Bestandsimmobilien kümmern.

Nachrangdarlehen bleiben Investment für versierte Investoren

Insgesamt schüttete Exporo seit seiner Gründung vor vier Jahren mehr als 95 Millionen Euro an Anleger aus. Die Rückzahlungsquote beträgt damit einhundert Prozent. Im vergangenen Jahr flossen allein 71 Millionen Euro an Investoren zurück. Sechs Projekte wurden vorzeitig zurückgezahlt. Exporo vermittelt Nachrangdarlehen von Investoren an Bau-Gesellschaften. Diese bieten attraktive Zinsen, sind aber im Gegenzug auch nur nachrangig besichert. Dies erfordert von Investoren eine detaillierte Sachkenntnis.

Ziel: Eine Million Kunden bis 2023

Obwohl Plattformen wie Exporo aus regulatorischen Gründen keine qualifizierte Prüfung von Projekten vornehmen dürfen, möchte die Plattform aus Hamburg künftig noch mehr Anleger befähigen, ihr Erspartes in Immobilien zu stecken. Dazu soll der Kundenservice ausgebaut und die Internationalisierung vorangetrieben werden. Wie Exporo ankündigt, sollen Investoren bald in Projekte aus ganz Europa investieren können. Mit diesem Ansatz will Exporo bis 2013 eine Million Kunden gewinnen. „Bisher haben nur institutionelle Investoren und Anleger mit viel Geld, Zeit und Fachwissen an Immobilien verdient. Jetzt haben auch Kleinanleger die Chance. Das ist ein Stück Demokratisierung des Marktes”, so Simon Brunke, CEO der Exporo AG.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.