Das japanische Unternehmen Glory LTD.,ein weltweit führender Anbieter von Bargeldmanagementlösungen, hat den Erwerb von 53 Prozent der Anteile an Cash Payment Solutions GmbH („CPS“) bekanntgegeben. CPS ist ein Unternehmen, das Online-Plattformen für Barzahlung unter den Namen „Barzahlen“ und „viacash“ entwickelt und anbietet.

Unverändert bleiben laut CPS die Gesellschafteranteile der Grenke Bank AG und der Gründer Achim Bönsch und Sebastian Seifert. Im gleichen Zuge binden sich die Geschäftsführer langfristig ans Unternehmen. Im Rahmen der aktuellen Finanzierungsrunde veräußern hingegen die bislang beteiligten Finanzinvestoren ihre Anteile an der Cash Payment Solutions GmbH. Somit scheiden die Alstin Group von Carsten Maschmeyer, REWE Digital GmbH sowie BTH und diverse Business Angels als Investoren aus.

„Der Abschluss der Finanzierungsrunde mit Glory stärkt unsere Position sowohl finanziell als auch strategisch.“ sagt Sebastian Seifert von Cash Payment Solutions GmbH, „Durch Glorys langjährige Erfahrung als globaler Marktführer im Bargeldmanagement sind wir für die weitere europäische Expansion optimal aufgestellt und können unser Wachstum weiter beschleunigen.“

Der Abschluss dieser Transaktion unterliegt der Genehmigung der zuständigen Behörden gemäß geltendem Recht und Gesetz.

Analoge und digitale Welt miteinander verbinden

Das Beriner FinTech-Unternehmen Cash Payment Solutions GmbH  bietet europaweit eine umfassende plattformbasierte Barzahlungsinfrastruktur für POS-Systeme im Einzelhandel an.Benutzer können so Bargeld einzahlen und abheben und in nahegelegenen Supermärkten oder Drogeriegeschäften E-Commerce- sowie Gas-, Wasser- oder Stromrechnungen in bar bezahlen. Dazu müssen sie lediglich einen Barcode vorweisen, den sie von CPS erhalten haben – der Weg zum Geldautomaten oder zu einem Laden des Dienstleisters entfällt. Der Service von CPS kann deutschlandweit in mehr als 12.000 Geschäften genutzt werden, die hauptsächlich von großen Einzelhändlern betrieben werden.

Die angeschlossenen Einzelhandelsgeschäfte profitieren von Vorteilen wie niedrigeren Inkassokosten, Kundengewinnung oder auch Provisionen. Die angeschlossenen Banken können ihren Service für Bargeldeinzahlung und -abhebung kostengünstiger anbieten als über Geldautomaten oder Filialen – und E-Commerce-Anbieter gewinnen Kunden, die Barzahlungen vorziehen.

Bargeldabwicklung effizienter gestalten

Das japanische Unternehmen Glory investiert aktiv in ein Geschäftsmodell, das zur Realisierung ihrer „Long-term Vision 2028“ hin zu einem „neuen Wirtschaftssystem für den Bargeldkreislauf“ beitragen soll.

„Einer der Gründe für den weltweiten Trend hin zu bargeldlosen Bezahlmethoden sind die hohen Bargeldverarbeitungskosten. Andererseits bleibt Bargeld auch weiterhin ein wichtiges Zahlungsmittel. GLORY hat verschiedene Lösungen für unterschiedliche Branchen entwickelt, um ihre Abläufe effizienter zu gestalten. Wir sind überzeugt davon, dass durch die Realisierung eines effizienten Bargeldkreislaufs über die Grenzen von Bankfilialen und Einzelhandelsgeschäften hinaus, die Kosten für das Bargeld-Handling weiter gesenkt werden können“, so das Unternehmen. „Das Geschäftsmodell von CPS wird dazu beitragen, GLORYs Vision von der “Etablierung eines neuen Wirtschaftssystems für den Bargeldkreislauf” zu verwirklichen. Wir sind außerdem der Ansicht, dass CPS dem traditionellen Geschäftsmodell von GLORY – der Bereitstellung von Cash-Management-Lösungen – einen zusätzlichen Mehrwert verleihen wird. Aus diesen Gründen hat sich GLORY dazu entschieden, die Mehrheitsanteile an CPS zu erwerben“, so Unternehmensvertreter von Glory.