„Wir beobachten die Entwicklung auf dem Markt für mobile Payment-Lösungen sehr genau und werden unseren Kunden zu gegebener Zeit Lösungen anbieten.“ So oder ähnlich antworteten zahlreiche Banken in den vergangenen Wochen auf Anfragen von Kunden nach Google Pay. Diese Anfragen dürften nun mit einem Schlag abebben. Seit gestern lässt sich Google Pay in Deutschland mit PayPal nutzen. Damit dürften hunderttausende technikaffiner Bankkunden künftig PayPal Umsätze bescheren statt ihrer Bank.

20 Millionen Paypal-Kunden in Deutschland können Google Pay nutzen

Die Verknüpfung von Google Pay und PayPal gestaltete sich unmittelbar nach Bekanntwerden der Kooperation beider Dienste noch etwas schwierig. In Blogs tauschten sich Nutzer darüber aus, wie sie Google Pay denn nun zum Laufen bringen könnten. Inzwischen ist in der Google Pay-App aber eine Option zu finden, die auf PayPal verweist. Alternativ können Nutzer PayPal auch auf ihrem Google-Play-Konto hinterlegen, um die Option freizuschalten. In jedem Fall muss bei PayPal als bevorzugte Zahlungsmethode ein bestätigtes Bankkonto gewählt sein. Mit bei PayPal hinterlegten Kreditkarten funktioniert Google Pay noch nicht.

Während sich viele Banken bezüglich Google Pay zuletzt noch abwartend  gezeigt haben,  könnte die Zusammenarbeit mit PayPal dem mobilen Bezahldienst zum Durchbruch verhelfen. PayPal hat in Deutschland mehr als 20 Millionen Kunden und wird bereits heute häufig zum Bezahlen im Internet genutzt. Zumindest als digitaler Notgroschen und um das Ganze einmal auszuprobieren, dürften viele dieser Kunden jetzt zur Google-Pay-App greifen.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.