Digitale Girokonten sind der Renner – zumindest bei Investoren. Nachdem N26 und auch Revolut in der Vergangenheit mit spektakulären Finanzierungen aufwarten konnten, sichert sich nun auch Monese 60 Millionen Dollar im Rahmen einer Series-B-Finanzierung. Mit dem Kapital will die Digitalbank wachsen und die internationale Expansion vorantreiben. Mit dabei sind die Investoren Kinnevik, PayPal, Augmentum Fintech und die International Airlines Group. Auch Altinvestoren wie Investec INVC haben mitgezogen. “Wir sind von dieser bedeutenden Investition von erstklassigen Investoren begeistert, da sie uns den Weg ebnet, eine globale finanzielle Plattform für alle zu sein. Nur so können wir mehr Menschen die neueste Generation von mobilen Bankdienstleistungen näherbringen“, erklärt Norris Koppel, Gründer und CEO von Monese.

Monese auf Wachstumskurs

Wie Monese vorgibt, habe die Digitalbank aktuell rund 600.000 Kunden in Großbritannien und Europa. Seit Ende 2017 habe sich das Wachstum Monat für Monat beschleunigt. Besonders auffällig ist der Anteil derjenigen Kunden, die Monese als Hauptkonto nutzen: 75 Prozent aller Geldmittel stammen laut Monese aus Gehaltszahlungen. Konkurrenten, wie beispielsweise N26, haben um den Anteil derjenigen Kunden, welche digitale Konten auch wirklich als Hauptkonto nutzen, in der Vergangenheit häufig ein Geheimnis gemacht.

Konto innerhalb von 120 Sekunden

Monese will mit dem neu aufgenommenen Kapital rasant wachsen: „Zusammen mit weiteren Innovationen, die wir in naher Zukunft ankündigen werden, ist dies eine aufregende Zeit für Monese”, so Koppel. Die Digitalbank nutzt nach eigenen Angaben aktuell eine Technologie, welche es erlaubt, unabhängig von Staatsangehörigkeit, Altersnachweise und Bonität ein Konto innerhalb von 120 Sekunden einzurichten. Heute ist das neben Großbritannien auch in zwanzig weiteren europäischen Ländern möglich. Um das Wachstum stemmen zu können, plant Monese einhundert zusätzliche Mitarbeiter in Großbritannien und Estland einzustellen. Zum Jahresende soll in Portugal eine weitere Niederlassung entstehen.G

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.