Das Berliner Fintech Cringle ist insolvent. Der Payment-Anbieter schaffte es nicht, neues Kapital für weiteres Wachstum aufzunehmen. Cringle arbeitet mit der DKB, der Consorsbank, der Deutschen Vermögensberatung und dem Bankhaus August Lenz zusammen. Nun war es aufgrund des Markteintritts großer Payment-Anbieter, wie beispielsweise Google, offenbar schwer Geldgeber zu finden. Wie Cringle selbst schreibt, wird die App auch in naher Zukunft nutzbar sein. Das Leitungsteam ist zuversichtlich, dass es auch eine langfristige Lösung für das Unternehmen geben wird.

Payment-Markt in Deutschland sehr fragmentiert

Der Markt für Payment-Anbieter ist in Deutschland sehr fragmentiert. Bereits in der Vergangenheit hatte es teilweise spektakuläre Insolvenzen gegeben. Im Mai 2017 machte beispielsweise die Insolvenz des Bezahlkarten Anbieters Payment Solutions, welcher damals mit zahlreichen Bundesliga-Clubs zusammenarbeitete, Schlagzeilen. Seit dem Start von Google Pay in Deutschland steigt wohl auch die Nervosität bei Investoren. Kunden dürften eher zu etablierten Anbietern greifen, so der Gedanke. Auch nutzen viele potenzielle Nutzer von Payment-Diensten aktuell noch keine Services. Da liegt es nahe, Payment-Lösungen eines Anbieters zu wählen, in dessen Ökosystem man sich ohnehin schon bewegt. Die Macher von Cringle wollten von diesen Gedanken bis zuletzt nichts wissen.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.