Die Genossen von den PSD Banken machen es seit Jahren der Konkurrenz vor. Die Bankengruppe sieht sich als moderne Online-Bank mit Filialen. Außerdem gibt es anders als bei den Kollegen von den Sparkassen oder VR-Banken nicht unzählige Lokalfürsten. So gibt es in Deutschland 386 selbstständige Sparkassen, die VR-Banken kommen auf mehr als 900 Institute. Folge: Die daraus resultierenden enormen Personalkosten haben die Kunden zu zahlen. Selbst Online-Girokonten kommen in vielen Fällen nicht ohne monatlicher Grundgebühr aus. Doch regionaler Charakter lässt sich auch anders – vielleicht besser – erhalten. Wie das geht, zeigt die PSD Bank. Bundesweit gibt es 14 Institute. Keine Kleinstaaterei, die Gebiete haben oft die Größe eines Bundeslandes und enden nicht an jeder Landkreisgrenze. Diese kostengünstige Aufstellung ermöglicht günstige Konditionen und ein Vorantreiben der Digitalisierung.

PSD Banken mit digitaler Kreditvergabe

Um ihre Effizienz weiter zu steigern, verfolgt die PSD Bankengruppe eine umfassende Digitalisierungsstrategie, wie es heißt. „Mittlerweile verfügt die PSD Bankengruppe über einen vollautomatisierten Kreditvergabeprozess für Privatkunden. Auch für Baufinanzierungen arbeiten wir daran, dass Anträge fallabschließend digital bearbeitet werden können“, sagt Dieter Jurgeit, Verbandspräsident des Verbandes der PSD Banken. Aufgrund ihres hohen Grades an Automation und schlanken Prozessen sei es der PSD Bankengruppe auch gelungen, ihr Privatkundengeschäft hoch rentabel zu gestalten. „Wir erwarten für 2018 aufgrund unseres erfolgreichen Geschäftsmodells, nämlich der Kombination aus Direkt- und Filialbank, ein ähnliches Wachstum wie 2017“, so Jurgeit. Dazu trag auch bei, dass die PSD Bankengruppe zu den führenden Instituten Deutschlands hinsichtlich der Digitalisierung gehöre. „Mit herausragenden bundesweiten Leuchtturmprojekten im Bereich der Digitalisierung wie der digitalen Kreditvergabe inklusive automatisierter Dokumentenerkennung und fallabschließender digitaler Verarbeitung setzt die PSD Bankengruppe eine neue Benchmark“, erklärt Jurgeit.

Digitalisierung bei der Baufinanzierung

Auch beim Thema Baufinanzierung zieht die Digitalisierung mehr und mehr ein. So lag der Neuabsatz im Kerngeschäft Baufinanzierung bei 2,36 Milliarden Euro, wovon mehr als die Hälfte über Plattformen wie etwa Check 24, Europace oder biallo.de vertrieben wurde. Der Baufinanzierungsbestand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Prozent auf 16 Milliarden Euro. Ebenfalls angestiegen ist der Absatz im Bereich Ratenkredite. Knapp 250 Millionen Euro wurden 2017 neu verliehen, das sind 8,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Neukunden kamen sowohl über die Filialen als auch über entsprechende Online-Plattformen.

Markus Jordan ist Gründer und Herausgeber verschiedener Medien im Bereich Finanzen. Über die Firma Isarvest veröffentlicht er das EXtra-Magazin, das führende ETF-Magazin in Deutschland und Geld-Digital – das Verbraucherportal für digitale Finanzangebote. Er ist einer der führenden Experten auf diesem Gebiet.