Das Hamburger Fintech Trust Bills steckt im Insolvenzverfahren. Der Spezialist für Handelsforderungen steht seit vergangener Woche unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters. Das operative Geschäft, für das die Tochter Trust Bills Marketplace verantwortlich zeichnet, soll aber weiterlaufen. An Trust Bills war unter anderem die Deutsche Bank beteiligt. Idee hinter dem Fintech ist es, offene Rechnungen über einen Marktplatz zu verkaufen und so Investoren Zugang zu einer interessanten Anlageklasse zu bieten.

Fintech-Landschaft ordnet sich neu

Wie Finanz-Szene.de vermutet, steckt hinter dem Insolvenzantrag weniger ein operationales Problem, sondern Konflikte zwischen den Gesellschaftern. Neben der Deutschen Bank, die sich 2017 12,5 Prozent an Trust Bills sicherte, war auch die DZ Bank mit 25 Prozent mit an Bord. Die Insolvenz wird als weiteres Kapitel in der Neuordnung der deutschen Fintech-Landschaft gesehen. Neben der Insolvenz des Bezahlanbieters Cringle im vergangenen Jahr sorgten 2019 einige Übernahmen und Fusionen für Aufsehen.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.