Altersvorsorge flexibel und kostengünstig umsetzen, das sind die Hauptziele des Fintechs Vantik. Ab 2019 will das Startup mit einer eigenen App und vielen Ideen richtig loslegen. Die Voraussetzungen dafür sind geschaffen: Seit einigen Monaten gibt es mit dem Vantik Fonds ein eigenes Anlageinstrument, das von den Partnern Axion als Verwaltungsgesellschaft und FAROS Fiduciary Management als Anlageberater unterstützt wird und auf ETFs setzt. Auf diese Weise will Vantik Kosten dauerhaft gering halten und auch dem Wunsch der Kunden nach Sicherheit gerecht werden. „Unsere Zielgruppe will flexibel fürs Alter vorsorgen und die Beiträge jederzeit anpassen können. Noch wichtiger ist allerdings die Sicherheit. Aus diesem Grund haben wir den gemeinschaftsbasierten Sicherheitspuffer, durch den die Beiträge zu Rentenbeginn geschützt sind“, erklärt Til Klein, CEO und Gründer von Vantik.

Vantik-CEO: „Keine Angst vor Konkurrenz“

Der Vantik Fonds investiert nach einem Value-at-Risk-Modell und minimiert auf diese Weise die Gefahr für Rückschläge. „Wir wählen bewusst einen konservativen Ansatz und orientieren uns an einer Zielrendite von drei bis vier Prozent nach allen Kosten, die wir mit unserem Fonds langfristig jährlich anstreben“, so Klein. Der Sicherheit dient auch der Umstand, dass Vantik-Nutzer nicht einhundert Prozent ihrer flexibel wählbaren Rentenbeiträge in den Fonds stecken. Ein Teil fließt in einen sogenannten Sicherheitspuffer, eine Barreserve, die von einer Stiftung verwaltet wird und die Auszahlungen im Alter garantieren soll.

Auch bei der Auszahlung der Rentenbeiträge will Vantik  volle Flexibilität bieten. Von der Einmalzahlung bis hin zur klassischen Rente soll alles möglich sein. „Wir werden damit den vielschichtigen Lebensmodellen heutiger Kunden gerecht. Wer zeitweise angestellt war und dann wieder freiberuflich  gearbeitet hat, verfolgt womöglich auch keine klassischen Ruhestandspläne“, erklärt Klein und zeigt sich für den Marktstart ab 2019 zuversichtlich. Konkurrenz wie das digitale Versicherungsangebot Fourmore der Allianz scheut Klein nicht: „Diese Initiative geht zwar in die richtige Richtung, ist aber nicht zu Ende gedacht. Sowohl bei der Flexibilität, der Transparenz, als auch bei den Kosten hat Vantik die Nase vorn“, findet der CEO und verweist darauf, dass die Konkurrenz der Allianz auch weiterhin auf den klassischen Vertriebsweg setzt. Tatsächlich sind die Kosten bei Vantik bei einem Prozent des Anlagebetrags gedeckelt. Fourmore verlangt zwar einen ähnlich hohen laufenden Prozentsatz, jedoch fallen bei jeder Einzahlung Kosten von vier Prozent an.

Kooperationen sollen Wachstum bringen

Um die Gebühren von einem Prozent gegenfinanzieren zu können, ist Vantik auf Wachstum angewiesen. „Aktuell befinden wir uns in einigen Gesprächen, beispielsweise mit Banken. Es sind aber auch Kooperationen mit anderen Unternehmen denkbar. Wir verstehen Vantik als Alternative zur Lebensversicherung und sehen großes Potenzial, mit unserem Konzept insbesondere junge Kunden überzeugen zu können“, erklärt Vantik-CEO Klein.