Abseits der Meldungen um Rekord-Kapitalmaßnahmen stellt sich bei vielen Fintechs die Frage nach der Profitabilität. Trotz Wachstumsvisionen geht es am Ende darum, ob ein Unternehmen Geld verdient oder nicht. Dies herauszufinden ist immer schwierig. Denn so wirklich in die Karten lassen sich nur die wenigsten Fintechs gucken. Finanz-Szene.de hat sich die Mühe gemacht, die Jahresabschlüsse 2017 näher unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis: Ganze vier Fintechs schafften es im vorvergangenen Jahr Gewinne zu schreiben. Konkret sind das Billpay, Ratepay, Fino und Fincite. Informationen zu 2018 sind noch nicht verfügbar.

Zahlungsdienstleister am Markt etabliert

Neben der geringen Anzahl profitabler Fintechs überrascht auch, dass ganze zwei Unternehmen aus dem Bereich Zahlungsdienstleistungen kommen. Billpay bietet beispielsweise digitale Zwischenfinanzierung und bietet die Möglichkeit, eine Rechnung in einen Ratenkauf umzuwandeln. Ähnlich funktioniert auch Ratepay. Beide Zahlungsdienstleister haben in den vergangenen Jahren viele namhafte Kunden gewinnen können und sind bereits seit 2009 am Markt.

Digitale Services bei Banken gefragt

Lukrativ scheint auch das Geschäft der Dienstleister zu sein. Das erst 2015 gegründete Fino unterstützt Kunden beim Kontowechsel – eine Dienstleistung auf die vor allem viele innovative Smartphone-Banken wie N26 und Co. angewiesen sind. Darüber hinaus bietet Fino viele weitere Services auf Basis von Kontodaten an. Viertes Fintech in den schwarzen Zahlen ist Fincite. Der IT-Dienstleister bietet eine Software, die sämtliche Anlageprodukte eines Bankkunden analysiert und auswertet. So können Banken ihren Kunden moderne digitale Services bieten.

Schreibt seit 2006 über Finanzen und Börse. Neben Jobs für Anlegerzeitschriften, Finanzmagazine und Unternehmen aus der Branche beobachtet Nico für Geld-Digital.de seit 2018 spannende Fintechs aus dem deutschsprachigen Raum.