Start Testberichte, Vergleich & Analyse digitaler Finanzangebote ᐅ Seedmatch – Crowdfunding-Plattform im Test

ᐅ Seedmatch – Crowdfunding-Plattform im Test

Seedmatch – Investieren in Start-ups
Investments auf Seedmatch sind unternehmerischer Natur.

Seedmatch ist eine der ersten Crowdfunding-Plattformen Deutschlands und hat sich auf Investments in Startups spezialisiert. Sowohl Unternehmen am Anfang ihrer Entwicklung als auch junge Gesellschaften mit Wachstumsplänen finden sich auf der Plattform.

So erhalten Investoren die Möglichkeit, mit Startups in Kontakt zu treten und in innovative Geschäftsmodelle zu investieren. Dank standardisierter Verträge und Prozesse sind Startup-Investments über Seedmatch einfacher denn je.

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Seedmatch Angebot im Test

Was ist Seedmatch?

Vorstellung

Lange Zeit waren Investments in Startup-Unternehmen nur einer kleinen Gruppe finanzkräftiger Business Angels oder Venture Capital Gesellschaften zugänglich. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2011 die Plattform Seedmatch gestartet. Inzwischen wurden mehr als 100 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 36,6 Mio. Euro (Stand: Mai 2018) finanziert. Seedmatch hilft jungen Unternehmen bei der Finanzierung der Geschäftsidee indem es die spannendsten deutschen Startups mit den besten Investoren zusammenbringt.

Ein Business Angel ist jemand, der sich finanziell an Unternehmen beteiligt und gleichzeitig die Existenzgründer mit Know-how und Kontakten in einer typischerweise sehr frühen Phase unterstützt.

Das Team

Erfahrenes Seedmatch Gründerteam
Die Geschäftsführer von Seedmatch: Johannes Ranscht (li.) und Stefan Flinsbach.

Wie funktioniert Seedmatch?

Welche Investments sind bei Seedmatch möglich?

Seedmatch unterscheidet zwischen Seed Investments und Venture Debt.

Seed Investments bezeichnen Investitionen in junge Startups, die am Anfang ihrer Entwicklung stehen. Dabei erhalten Anleger einen Bonus im Erfolgsfall oder bei Exit sowie eine endfällige Basisverzinsung von 1 Prozent p.a.

Bei Venture Debt locken direkt attraktive Zinsen von 8 Prozent p.a. bei halbjährlicher Ausschüttung. Hinzu kommen einmalige umsatzabhängige Boni sowie höhere Festzinsen für Investoren, die sich frühzeitig für eine Anlage entscheiden.

Unterschied Venture Dept vs. Seed Investment
Bei Seedmatch kommen auch Zinsjäger auf ihre Kosten. Doch Vorsicht: Auch Venture Debt ist ein unternehmerisches Investment! (Quelle: Seedmatch.de)

Was sind Seed Investments?

Mit einem Seed Investment können sich Anleger langfristig an einem Startup beteiligen. Startups bewerben sich mit Eckdaten zu ihrer Geschäftsidee bei Seedmatch. Die Plattform prüft, ob das Startup für ein Crowdfunding in Frage kommt. Dabei orientiert sich Seedmatch an der Qualität der Geschäftsidee, deren Innovationgrad, dem Proof-of-Concept, der Qualifikation des Gründerteams und der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells. Erfüllt ein Startup diese Kriterien, kommt es zu einem persönlichen Gespräch mit Seedmatch. Erst wenn das Team auch persönlich überzeugt, leitet Seedmatch den Vorbereitungsprozess für das Crowdfunding ein.

Nur weniger als ein Prozent aller eingegangenen Bewerbungen landen später als Projekt auf der Webseite.

Ist der Vorbereitungsprozess abgeschlossen, erscheint das Finanzierungsprojekt auf der Plattform. Die jeweilige Unternehmensbewertung basiert auf Berechnungen des Startups selbst und dient in erster Linie dazu, die entsprechende Investmentquote für Anleger zu bestimmen. Ein Hinweis auf den tatsächlichen Substanzwert ist diese Schätzung nicht, eher ein Indiz für kalkulierte Ertragsperspektiven.

Jedes Finanzierungsprojekt erhält eine umfangreiche Seite auf Seedmatch, die mit weitergehenden Informationen, Presseartikeln, dem Businessplan und Vertragsdetails gespickt ist. Besonders interessant ist der Rendite-Rechner, mit dessen Hilfe Anleger verschiedene Szenarien für ihr Investment in Echtzeit durchrechnen können.

Ist eine Entscheidung gefallen, ist ein Investment mit wenigen Klicks bereits ab 250 Euro getätigt. Seed Investments laufen in der Regel mindestens für fünf Jahre und können danach jährlich zum Jahresende gekündigt werden. Startups können üblicherweise frühestens nach acht Jahren das Vertragsverhältnis kündigen. Rein rechtlich sind Seed Investments bei Seedmatch Nachrangdarlehen. Das bedeutet, dass Anleger im Falle einer Zahlungsunfähigkeit ihr Kapital vollständig verlieren können.

Nachrangdarlehen sind Kredite, die nachrangig zu klassischem Fremdkapital, wie beispielsweise Bankkrediten, bedient werden. Bilanziell gesehen führen Nachrangdarlehen zu sogenanntem Mezzanine Kapital, einer Mischform zwischen Eigen- und Fremdkapital. Die Nachrangigkeit führt dazu, dass Nachrangdarlehen in der Regel attraktiver verzinst sind als klassisches Fremdkapital. Damit geht aber auch ein höheres Risiko einher. Im Insolvenzfall werden Gläubiger, die einem Unternehmen Nachrangdarlehen gewährt haben, in der Regel mangels Masse nicht angeschrieben.

Was ist Venture Debt?

Seit 2016 können Anleger auf Seedmatch in Venture Debt investieren. Diese Anlageform bietet hohe garantierte Zinssätze unabhängig von der Bewertung des jeweiligen Startups und zusätzlich einen sogenannten „Venture Kicker“ im Erfolgsfall.

Das Ziel von Venture Debt ist es, Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell bereits unter Beweis gestellt haben, nun aber Kapital für Wachstum benötigen, zu unterstützen. Die Laufzeit dieser Investmentform beträgt vier bis fünf Jahre. Gepaart mit den garantierten Zinsen bietet Venture Debt also eine bessere Planbarkeit als die klassischen Seed Investments.

Auch beim Kleingedruckten gibt es einige Unterschiede: Im Fall einer Übernahme entfällt bei Venture Debt die Exitbeteiligung. Stattdessen kann das Startup die Kreditverträge kündigen. Investoren erhalten in dem Fall die vollen Zinsen über die gesamte Laufzeit sowie zusätzlich eine sogenannte „Vorfälligkeitsentschädigung“, deren Höhe explizit in den Verträgen geregelt ist. Ebenso vertraglich geregelt ist bei Venture Debt die Umsatzschwelle, die erreicht werden muss, damit Anleger am Vertragsende den Bonus in Form des „Venture Kickers“ erhalten.

Wird das Umsatzziel erreicht, winken Investoren je nach Vertragsgestaltung zwischen zehn und dreißig Prozent des Darlehensbetrages zusätzlich. Wie auch bei Seed Investments, sind auch Venture-Debt-Projekte Nachrangdarlehen. Das bedeutet, dass andere Gläubiger, wie beispielsweise Banken, im Falle der Zahlungsunfähigkeit des Startups bevorzugt Zugriff auf bestehende Vermögenswerte haben. Wer in Venture Debt investiert, trägt also das Risiko des Totalverlustes.

Wer kann investieren?

Investitionen sind sowohl für natürliche Personen, als auch für Gesellschaften wie GmbH und UG möglich.

Für wen eignen sich Investments?

Wer auf Seedmatch in Startups investieren will, sollte sich der besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen bewusst sein: Nachrangdarlehen gelten als spekulatives Investment.

Zwar sind Plattformen wie Seedmatch darauf aus, Ausfallquoten möglichst gering zu halten und prüfen Anwärter auf Crowdfunding detailliert, doch trägt das Risiko eines Zahlungsausfalls allein der Investor. Aus diesem Grund sollten sich Anleger mit betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen auskennen und Geschäftsmodelle kritisch bewerten können. Wer die Projektionen auf den jeweiligen Projektseiten bei Seedmatch unkritisch übernimmt, kann negative Überraschungen erleben.

Selbst bei Venture Debt, das Anlegern feste Zinsen bietet, kann es zu Ausfällen kommen. Zwar eignet sich diese Anlageform eher für klassische Privatanleger, doch kommen Investoren auch dabei nicht um eine kritische Prüfung der Projekte umhin. Wer Startups bewerten kann und sich auch nicht davor scheut, tiefer in Businesspläne und Vertragstexte einzutauchen, für den bieten Investments auf Seedmatch eine attraktive Depotbeimischung.

Während Seed Investments hohe Renditen versprechen, kann Venture Debt für eine attraktive Verzinsung sorgen. Beide Investments sind allerdings unternehmerisch zu sehen – einmal investieren und dann zurücklehnen ist bei Seedmatch der falsche Ansatz. Auch bietet es sich an, das Investmentkapital zu streuen. Wer das nötige Knowhow und die Muße zur Prüfung der einzelnen Projekte mitbringt und zudem ausreichend Kapital hat, um Investments streuen zu können, findet auf Seedmatch regelmäßig gute Chancen für lukrative Investments.

Welcher Risiken gibt es?

Investments auf Seedmatch sind unternehmerischer Natur. Das Risiko des Totalverlustes schwingt immer mit. Zwar übernimmt Seedmatch vorab eine Prüfung der Startups, diese hat aber keinerlei Garantie für Investoren zur Folge. Entscheidend ist am Ende die mündige Anlageentscheidung des jeweiligen Investors.

Da Seedmatch nachrangige Darlehen vermittelt, ist es im Falle einer Zahlungsunfähigkeit eines Startups für Investoren sehr unwahrscheinlich, aus der Insolvenzmasse bedient zu werden.

Die bestehenden Risiken werden aber abgemildert, indem Seedmatch eine für Startups und Investoren transparente Plattform bietet. Informationen sind grundsätzlich allen Anlegern zugänglich. Auch führt die Öffentlichkeit, die ein Seedmatch-Projekt mit sich bringt, dazu, dass in vielen einschlägigen Foren und Medien diskutiert wird. Diese Informationsquellen können Investoren dabei helfen, die nötige Analyse ihres Investitionsvorhabens effektiver zu gestalten und letztendlich eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Seedmatch für Startups

Für Startups bieten Plattformen wie Seedmatch gute Bedingungen. Innovative Ideen finden so schnell Verbreitung und Investoren. Da Seedmatch eine der größeren Crowdfunding-Plattformen für Unternehmen ist, ist Gründern eine große Öffentlichkeit gewiss. Dies hat in der Regel einen regen Austausch zur Folge. Auf diese Weise können Startups oftmals wertvolle Tipps oder Denkanstöße erhalten.

Seedmatch sucht Projekte mit einem Finanzierungsbedarf zwischen 100.000 und 2.500.000 Euro. Mögliche Beteiligungsformen sind das klassische Seed Investment und Venture Debt. Die Bedingungen für beide Investitionsformen sind weitgehend definiert.

Lediglich einige Details können individuell gestaltet werden. Besonders interessant an Seedmatch ist die degressive Kostenstaffelung – Startups zahlen nur, wenn das Crowdfunding auch erfolgreich war. Unternehmen, welche diese Bedingungen sinnvoll finden und sich einen geringen administrativen Aufwand sowie bewährte Prozesse wünschen, können sich mit Seedmatch näher auseinandersetzen.

Vorteile für Start-ups bei Seedmatch
Neben frischem Kapital profitieren Startups von weiteren Vorteilen. (Quelle: Seedmatch.de)

Seedmatch: Pro und Contra

Pro:

  • Seedmatch macht Startup-Investments für Privatanleger möglich
  • Umfangreiche Informationen zu jedem Projekt
  • Startups erlangen große Aufmerksamkeit. Dies steigert die Transparenz
  • Seed Investments und Venture Debt möglich
  • Standardisierter Prozess

Contra:

  • Investoren benötigen große Eigeninitiative
  • Investments sind Risikokapital

Unser Seedmatch Fazit

Was noch vor einigen Jahren professionellen Investoren vorbehalten war, ist dank Plattformen wie Seedmatch für jedermann möglich: Investments in Startups.

Dank verschiedenen Projekten haben Anleger die Möglichkeit, sich nach und nach in die Startup-Szene einzulesen und zu lernen. Auch wenn diese Art von Investments jedem offen steht, darf eines nicht vergessen werden: Wer in Startups investiert, benötigt Hintergrundwissen und die Fähigkeit, Geschäftsmodelle und Marktsituationen bewerten zu können. Hierzu gehört auch Erfahrung.

Dank Seedmatch ist es deutlich einfacher, diese Erfahrungen zu sammeln. Auch wer nur kleine Beträge ab 250 Euro investiert, kann sich als Startup-Investor fühlen. So kann es nach und nach gelingen, ein Händchen für diese spannende Anlageform zu bekommen. Auf keinen Fall sollten sich Anleger von hohen Zinsen und Erfolgsgeschichten bestehender Seedmatch-Projekte verleiten lassen. Startup-Investments sollten in einem ausgewogenen Portfolio nur einen kleinen Teil ausmachen und auch nur dann, wenn Wissen und Erfahrung vorhanden sind.

Seedmatch Projekte
Bei Seedmatch finden Anleger immer ein Projekt, das zu ihnen passt. (Quelle: Seedmatch.de)

Für alle informierten Anleger bietet Seedmatch beste Bedingungen. Projekte sind transparent dargestellt und die Öffentlichkeit auf Seedmatch ermöglicht einen regen Austausch zwischen Investoren und dem jeweiligen Startup. Da Prozesse und Verträge weitgehend standardisiert sind, erleichtert dies ein Investment ungemein – bereits beim zweiten Projekt wird Anlegern Vieles bekannt vorkommen.

Hinzu kommt die Vielzahl spannender Startups: Von Unternehmen aus der Finanzbranche (z. B. gonetto) bis hin zu digitalen Gesundheitsplattformen oder Hersteller von elektrischen Rollatoren. Investoren finden auf Seedmatch mit Sicherheit viele Projekte, mit denen sie sich identifizieren können. Das macht Spaß und kann nebenbei auch noch attraktive Renditen bringen.

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